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Druckdaten

Bitte beachten Sie folgende Hinweise bei der Gestaltung und Bildbearbeitung sowie dem abschließenden PDF-Export der Druckvorlage. Es geht dabei weniger um formale Anforderungen unsererseits, sondern viel mehr um die Vermeidung von Fehlern in der Sache selbst.

Bitte liefern Sie uns Ihre Druckvorlage als PDF/X. Dadurch gewährleisten Sie nicht nur die beste Kompatibilität Ihrer Daten mit unserem Workflow, sondern vor allem auch einige allgemeine Qualitätsbedingungen, z. B. korrekt konvertierbare Farbdaten, einen definierten Endformatrahmen und die Einbettung aller verwendeten Schriften.

Unser Workflow unterstützt alle PDF/XStandards. Im Zweifel wählen Sie PDF/X-3.

Standard / unterstützt CMYK + Schmuckfarben alternative Farbräume PDF - Transparenzen
PDF/X-1
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PDF/X-3
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PDF/X-4
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In Ihrer Reinzeichnung sind Farbdefinitionen als Prozess oder Vollton nur einen Klick voneinander entfernt, aber im Druck macht das einen erheblichen Aufwandsunterschied. Deshalb vereinbaren wir im Auftrag eine konkrete Farbigkeit, der natürlich auch die Druckvorlage entsprechen muss.

Für einen Standard-Farbdruck (4-farbig Euroskala) dürfen Sie keine Volltöne anlegen. Tauchen solche Farben durch importierte Objekte auf, wandeln Sie sie bitte um. Finden wir nicht verabredete Volltonauszüge, konvertieren wir sie in CMYK und geben Ihnen einen Hinweis mit dem Freigabeabzug.

Definition eines Volltons, z. B. in Quark 10. Nicht das Farbmodell oder die Darstellung, sondern nur ein simples Kontrollkästchen macht den Unterschied!

1-farbig Schwarz ist ein Sonderfall dieses Standard-Farbdrucks, bei dem nur Schwarz zum Einsatz kommt. Hier müssen also die bunten Prozessfarbauszüge leer sein. Andernfalls konvertieren wir das Dokument in Graustufen und geben Ihnen einen Hinweis mit dem Freigabeabzug.

Ist der Druck mit einem anderen Schwarz als dem der Skala verabredet, darf das Motiv trotzdem auf Prozess Schwarz stehen, wenn das für Sie einfacher ist. Der Auftragstext hat bei uns im Zweifel Vorrang.

Kontrollieren Sie die Farbigkeit in der Ausgabevorschau von Acrobat, auch inhaltlich durch einzelnes An- und Abwählen der Farbauszüge.

Im Auftrag vereinbarte Schmuckfarben müssen in der Reinzeichnung als Vollton angelegt werden, damit sie tatsächlich separat von den Prozessfarben gedruckt werden. Bei Nichtübereinstimmung der Farbnamen gehen wir vom Auftragsinhalt aus, auf dessen Grundlage wir die Farbe beschafft haben. Sie erhalten aber auch bei solchen Unstimmigkeiten einen Hinweis mit dem Freigabeabzug.

Mit Colormanagement sollten Sie sich auf jeden Fall befassen, auch wenn es sich um ein technisch anspruchsvolles Thema handelt. Wir empfehlen Ihnen dazu das Buch PDF/X und Colormanagement – den Download oder besser noch die gedruckte Ausgabe, weil sie viele Details anschaulicher macht.

Ein konsequentes Colormanagement für Druckerzeugnisse bedarf keiner Information über die tatsächliche Charakterisitik der Farbwiedergabe in der Druckerei. Stattdessen wählen Sie einen anerkannten Standardprozess als Zielprofil Ihrer Arbeit.

Am Ende rechnen wir – genau wie jede andere nach PSO zertifizierte Druckerei – unsere maschinen-, material- und verfahrenstechnischen Besonderheiten so in den Ausgabeprozess ein, dass der Standard (ISO 12647) auch tatsächlich eingehalten wird.

Der Offsetdruck auf Premium gestrichenem Papier hat das Farbprofil PSO Coated v3. Praktisch kompatibel können Sie auch weiterhin die vorhergehende Version wählen, nämlich ISO Coated v2. Dieses Profil passt ideal für den Druck auf allen Bilderdrucksorten (matt, halbmatt, glänzend) sowie auf der gestrichenen Seite von Chromosulfat- und Zellstoffkarton, relativ gut auch für eine gussgestrichene oder stark satinierte Oberfläche sowie für gestrichene Papiere, die etwas mehr oder minder weiß sind, beispielsweise gestrichenes Recyclingpapier.

Der Offsetdruck auf ungestrichenem, holzfrei weißen Standardpapier hingegen hat das Farbprofil PSO Uncoated v3 (FOGRA52). Es passt mit meist nur geringen Abweichungen auch für alle anderen offenen Naturpapiere, die mehr oder minder weiß sind. Kleine Abweichungen vom Standardprozess muss man in Kauf nehmen, weil der Bogenoffsetdruck nur nach den beiden genannten Papierkategorien differenziert wird. Der Druck auf durchgefärbten Papieren ist natürlich profillos, weil darauf keine Darstellung des CMYK-Farbraums möglich ist.

Im Unterschied zum Offsetdruck wird die Farbwiedergabe im Digitaldruck nicht nennenswert vom Papiertyp beeinflusst. Hier können Sie immer ISO Coated v2 verwenden.

Die aktuellen Standardprofile können Sie bei der ECI herunterladen.

Wir werden häufig gefragt, wann, also an welchem Punkt der Arbeit die Daten für den Standard-Farbdruck in den CMYK-Farbraum konvertiert werden sollten. Im Prinzip spielt das keine Rolle. Nur im Rahmen von PDF/X-1a ist vorgeschrieben, dass diese Umwandlung bei Ihnen, also spätestens beim Export der Reinzeichnung erfolgt. Ab PDF/X-3 dürfen auch andere Farbdaten enthalten sein, sofern deren sichere Konvertierung möglich ist.

Wichtiger ist, wie diese Umwandlung stattfindet, also welche Methode dabei angewandt wird.

Das organisieren Sie entweder durch ein konsequentes Colormanagement oder die Konvertierung erfolgt durch unsere Druckvorstufe relativ farbmetrisch.

Dabei werden die nicht im Druck darstellbaren Farben auf den nächstliegenden Außenpunkt des CMYK-Farbraums verschoben, alle anderen Farben hingegen 1:1 konvertiert. Das führt meist, aber eben nicht immer zum optimalen Ergebnis. Bei hohem Qualitätsanspruch muss man also sagen, dass es sich um eine der Aufgaben Ihrer Bildbearbeitung in Photoshop handelt.

Viele Farbtöne, wie etwa ein kräftig leuchtendes Grün, lassen sich nicht im CMYK-Farbraum darstellen, sondern werden notwendigerweise unzulänglich konvertiert.

Man sagt, dass die Bildauflösung in einer Druckvorlage etwa 300 dpi betragen sollte. Das passt auch oft, aber nicht immer. Bessere Aussagen lassen sich durch den sogenannten Qualitätsfaktor treffen, der das Verhältnis der Bildauflösung zu ihrer amplitudenmodulierte Umsetzung für den Offsetdruck, also dessen Rasterweite angibt. Mit Ausnahme von Postern und Plakaten, die mit hohem Abstand wahrgenommen werden, sollte dieser Qualitätsfaktor auf keinen Fall kleiner als 1,0 sein. Optimal liegt er bei 1,5. Ein wenig mehr kann nicht schaden, aber alles ab einem Faktor von 2,0 hat dann keinen anderen Effekt mehr als eine exponentiell wachsenden Dateigröße.

Beispielsweise würde eine Bildauflösung von 300 dpi für die Umsetzung in ein 80er Raster (80 l/cm = ca. 200 lpi) den optimalen Faktor von 1,5 bieten. Für die Umsetzung in ein 120er Raster hingegen hätten wir bei dieser Auflösung nur noch den Faktor 1,0 – also eine grenzwertige Qualität.

Die untenstehende Tabelle zeigt unsere konkreten Prozesse und Empfehlungen zur Bildauflösung. Verstehen Sie das bitte als ungefähre Zielstellung. Einerseits, wenn es um die Begrenzung der Bildauflösungen beim PDF-Export im Interesse gut handhabbarer Dateigrößen geht, darf es wie gesagt auch ein wenig mehr sein, allerdings bitte nie über Qualitätsfaktor 2,0. Andererseits, wenn die Originalauflösung nicht mehr hergibt, müssen Sie sie in Photoshop nur dann extrapolieren, wenn ein Qualitätsfaktor unter 1,0 entsteht, denn durch diese Hochrechnung kommt natürlich auch nicht mehr Detailzeichnung ins Bild.

Für Poster und Plakate, die mit höherem Abstand wahrgenommen werden, sind geringere Bildauflösungen ausreichend. Beispielsweise genügen 150 dpi für ein DIN A1 Poster oder 75 dpi für einen Großformat-Digitaldruck DIN A0.

Prozess (Papiertyp/Raster) AM (Rasterweite) FM (Punktgröße) empfohlene Bildauflösung
DIGITALDRUCK var. 300 dpi
UNCOATED / AM 70 l/cm 275 dpi
COATED / AM 80 l/cm 300 dpi
UNCOATED / HYBRID 100 l/cm 21 µm 375 dpi
COATED / HYBRID 120 l/cm 21 µm 450 dpi

Transparenzen sind ein mächtiges Gestaltungsmittel, aber anschließend müssen sie natürlich aufgelöst werden, denn wir drucken ja real keine transparenten Ebenen, sondern mehr oder weniger lasierende Farben. Ähnlich wie die CMYK-Konvertierung ist daher auch die sogenannte Transparenzreduzierung eine notwendige Operation an irgendeinem Punkt des Prozesses.

Der Datenstandard PDF/X-4 unterstützt zwar die Beibehaltung von Transparenzen in der Druckvorlage, so dass deren Reduzierung erst in unserem Workflow stattfindet. Wir empfehlen Ihnen aber, die Transparenzreduzierung beim PDF-Export selbst vorzunehmen, damit Sie die Auswirkung unmittelbar anschließend in Acrobat kontrollieren können. (Lassen Sie bei der Kontrolle in der Ausgabevorschau immer auch das Überdrucken simulieren!)

Es ist ein sehr bedeutender Unterschied, ob eine Fläche die darunterliegende überdruckt oder nicht. Fortgeschrittene Grafikprogramme stellen das in der Regel richtig ein: Liegt eine helle Farbe über einer dunklen, wird der Untergrund ausgespart. Aber das kann auch falsch sein, beispielsweise wenn die helle Farbe eine Veredelungsform zeichnet. Liegt umgekehrt beispielsweise schwarzer Text auf einem Bild oder Fond, wird der Untergrund überdruckt. Das ist richtig und wichtig, weil es sonst bei kleinen Schriftgraden zu Passerproblemen kommen kann.

Aber das automatisch eingestellte Überdrucken kann mitunter (auch in Zusammenhang mit Transparenzen) zu unerwünschten Effekten führen. Beispielsweise können dadurch zwei unterschiedlich definierte Töne/Ebenen auch unterschiedlich erscheinen, obwohl sie eigentlich eine homogene Fläche bilden sollen.

Legen Sie also besonders hohe Aufmerksamkeit auf diesen Unterschied, sowohl in der Definition (Reinzeichnung) als auch in der Kontrolle (PDF), denn die Verantwortung dafür liegt allein bei Ihnen!

Überdrucken-Definition in InDesign.

Überdrucken-Kontrolle in Acrobat.

Nein, bitte legen Sie keine Überfüllung an – das ist Aufgabe unserer Druckvorstufe.

Bitte stellen Sie sicher, dass die Seitengröße, im PDF also der Endformatrahmen, dem Produkt entspricht. Wenn Sie ein Poster, das DIN A1 werden soll, in DIN A4 liefern, könnten wir das zwar notfalls skalieren, aber unter eventuell erheblichen Qualitätseinbußen. Bei Produkten mit vielen Seiten ist die Skalierung außerdem so aufwändig, so dass wir sie als Zusatzleistung in Rechnung stellen müssen.

Bei Falz- und Stanzbogen erstellen Sie die Reinzeichnung im geöffneten Zustand (offenes Format). Dies gilt auch für Umschläge, die über den Rücken gebunden werden (Klebebindung usw.).

Inhalte von Broschüren, Büchern oder Sammlungen hingegen erstellen und liefern Sie bitte im Endformat. Exportieren Sie sie nicht als "Montageflächen" oder "Druckbogen", sondern einzeln und in genau der Reihenfolge, in der Sie erscheinen sollen. Der Umschlag einer Heftbroschüre kann in dieser Seitenfolge enthalten sein.

Bedingung für eine saubere Verarbeitung mit Motiven am Seitenrand ist eine allseits, also z. B. auch im Bund einer Broschüre, über den Endformatrahmen hinausragende Beschnittzugabe. Dieser Anschnittbereich sollte nach allen Seiten 3 mm groß sein, weil das ein branchenüblicher Wert ist und für jedes Druckerzeugnis ausreicht.

Definition des Anschnittbereichs beim PDF-Export aus InDesign

Definition des Anschnittbereichs beim PDF-Export aus Quark 10

Wir benötigen keine Marken, denn die korrekte Platzierung Ihrer Daten auf dem Druckbogen wird allein durch den Endformatrahmen gesteuert. Schnittmarken und Seiteninformationen können zur optischen Kontrolle nicht schaden. Andere Marken setzen Sie aber bitte nicht!

Markendefinition beim PDF-Export aus InDesign

Das Grundlayout eines gefalzten Druckerzeugnisses erscheint und ist meist einfach, aber Sie sollten darauf achten, dass die gedachten Falzbrüche wirklich stimmen. Nichts ist ärgerlicher als ein simpler Flyer, der nicht an den vorgesehenen Stellen gefalzt werden kann. Bitte beachten Sie dabei auch folgende Konventionen.

Jedes Falzlayout hat zwei Seiten, die das Produkt im geöffneten Zustand repräsentieren, wobei Seite 1 den Titel des fertigen Produkts enthalten muss. Er steht bei jedem Leporello-, Mittenparallelfalz- oder Wickelfalz rechts. In einem geschlossenen Altarfalz erscheint der dritte Schenkel von links als Titel. Die Rückseite liegt beim Leporello entweder ganz links auf Seite 1 oder rechts auf Seite 2, andernfalls immer direkt links neben dem Titel.

Für einen Wickel- oder Altarfalz müssen Sie eine Einkürzung der innenliegenden Schenkel von ca. 2 mm berücksichigen. Das ist absolut unvermeidlich, damit in der Falzmaschine keine innere Lage an die äußere anstößt und dadurch knickt.

Die Einkürzung muss bei mehr als 6 Seiten Wickelfalz sukzessiv erfolgen, also z. B. durch folgende Breiten in Ihrem Layout auf Seite 1 von rechts nach links: 10 cm – 10 cm – 9,8 cm – 9,6 cm …

Natürlich muss diese Einteilung auf Seite 2 genau umgekehrt, also von links nach rechts eingestellt werden. Bei derart einfachen Standardprodukten kontrollieren wir die Richtigkeit nicht in unserer Druckvorstufe, weil das ungleich einfacher bei Ihnen selbst durch korrekt gesetzte Hilfslinien in der Reinzeichnung möglich ist.

Wenn Sie nicht völlig sicher sind, arbeiten Sie mit einen Dummy. Dadurch wird die Funktionalität sofort augenscheinlich, beispielsweise die notwendigen Einkürzungen oder die wechselnden Leserichtungen bei komplexeren Schemata mit Kreuzbruch.

Während Sie für Rückstichheftung, Drahtkammbindung u. ä. Umschlag und Inhalt gleich behandeln, benötigen Sie bei einer Broschur, deren Umschlag über den Rücken gebunden wird, eine Maßangabe von uns.

Für eine Klebebindung ist es ausreichend genau, wenn wir die Rückenstärke durch Berechnung ermitteln. Dieses Maß können wir Ihnen spätestens nach Auftragserteilung nennen. Dann legen Sie ein separates Layout mit einer Breite von 2 x Endformat + Rücken an.

Wenn der Umschlag auch innen bedruckt wird, zeichnen Sie ihn auf der zweiten Dokumentseite entsprechend, berücksichtigen dabei aber die sogenannte Seitenbeleimung: Auf U2 rechts und U3 links sind außer dem Rücken jeweils 5 mm mit dem Inhalt verklebt, also unsichtbar. Ziehen Sie das Motiv gegebenenfalls ein wenig in diesen Bereich hinein, analog zur Beschnittzugabe.

Für eine Fadenheftung können wir die Rückenstärke bei einem unkritischen Motiv schätzen, also wenn sich der Rücken zumindest in eine Richtung homogen anschließt. Andernfalls muss die Buchbinderei mit von uns geliefertem Originalpapier ein Weißmuster anfertigen, was mindestens 2–3 Tage dauert.

Ausklappbare Seiten im Inhalt und Klappumschläge bedürfen immer einer besonderen Überlegung!

Im Inhalt muss die eingebundene Seite um ca. 2 mm eingekürzt werden, damit die Klappe nicht angeschnitten wird. Dann muss die Klappe selbst weiter eingekürzt werden, so dass sie einen guten Abstand zum Bund erhält. Das ist produkt- und geschmacksabhängig, aber in der Regel sollten es 3 mm sein. Also hätten wir beispielsweise 21 cm (Endbreite) – 20,8 cm (eingebunden) – 20,5 cm (eingeklappt).

Beim Umschlag einer Heftbroschüre macht es einen nennenswerten Kostenunterschied, ob der Klappumschlag bündig sein muss oder ca. 2 mm eingekürzt werden kann.

Bei Bündigkeit mit Klappe hinten haben wir beispielsweise für die Außenseite von rechts nach links links 21 cm – 21 cm – 20,7 cm, andernfalls 21 cm – 20,8 cm – 20,5 cm.

Klebegebundene und fadengeheftete Broschüren mit Umschlagklappen werden normalerweise bündig produziert. Allerdings ist dabei die Seitenbeleimung zu berücksichtigen. Die Klappen sollten daher mindestens ca. 1 cm eingekürzt werden. Wenn der Rücken und die Klappen motivikritisch sind, müssen Sie unbedingt ein Weißmuster von uns anfordern!

Für den Bezug eines Festeinbandes erhalten Sie von uns einen Aufriss, den die Buchbinderei auf Grundlage des von uns gelieferten Originalpapiers ermittelt. Das ist frühestens 2–3 Tage nach Auftragserteilung möglich. Bitte lesen Sie genau, was in diesem Aufriss steht, auch für den Fall eines runden Rückens.

Wird der Bezug nicht gedruckt, sondern z. B. nur mit einer Titelprägung versehen wird, können wir auf den Aufriss verzichten. Dann liefern Sie einfach die Form mit einer Platzierungsanwesung.

Das Format eines Buches meint immer den Buchblock, über den der Einband ein wenig hinausragt. Der Vor- und Nachsatz, falls er bedruckt wird, hat exakt das Buchblockformat.

Bei Heftbroschüren (mit geringer Auswirkung generell bei jeder Falzlage) werden die Seiten vom Umschlag bis zum Innenbogen schrittweise im Maße der Papierstärke nach außen gedrängt und dadurch im glatt beschnittenen Endprodukt schmaler. Darüber müssen und sollten Sie sich keine Gedanken machen, weil eine manuelle Berücksichtigung dieses Effekts fehlerträchtig und unnötig ist.

Unsere Druckvorstufe gleicht diesen Effekt aus, wenn er nicht völlig geringfügig ist. Dabei gehen wir von den Angaben des Herstellers zur Papierstärke aus und wenden wir das naturgemäß richtige Verfahren des Verdrängungsausgleichs an, nämlich eine Skalierung von außen nach innen. Wir lassen die äußersten vier Seiten, bei einer Heftbroschüre also den Umschlag unverändert. Dann verschlanken wir die Seiten sukzessiv nach innen. Die Verdrängung wird also durch eine geringfügige seitliche Skalierung ausgeglichen.

spreedruck

In der Leseansicht, die Sie von uns zur endgültigen Druckfreigabe erhalten, sehen Sie den Verdrängungsausgleich anhand der Strichel-Linien.

Ihre Zeichnung von Stanz- oder Prägeformen sowie für die partielle Druckveredelung muss stets eine Vektorgrafik sein, und zwar normalerweise als Bestandteil der Druckdaten in einer speziellen Volltonfarbe. Benennen Sie sie klar („Stanze“, „Perforation“, „Spotlack“, „Silberfolie“ usw.) und stellen Sie sicher, dass diese Zeichnungen auf Überdrucken eingestellt sind, damit sie das darunterliegende Druckmotiv nicht beeinflussen.

Bei der Folienprägung ist das auch sachlich wichtig, denn sie deckt den darunter liegenden Druck völlig ab. Hier wäre also die Aussparung nur ein potentielles Qualitätsproblem durch Passerdifferenz.

Beachten Sie bitte für den Fall einer Drip-Off-Lackierung, dass die Lackform umgekehrt, also für den matten Bereich angelegt werden muss.

Alle Produkte, die zu einer dreidimensionale Form gestanzt und endverarbeitet werden, sollten professionell entwickelt und verifiziert werden. Bei Standardschachteln, archivierten Werkzeugen und Formen, die in unserem Downloadbereich zur freien Verfügung stehen, ist das natürlich nicht mehr notwendig.

Wenn eine Werkzeugform von uns stammt oder vorab separat gezeichnet wurde, müssen Sie sie zwar auch in die Reinzeichnung stellen, damit das Druckmotiv passt, aber sie darf nicht geändert werden, weil das Werkzeug bereits existiert oder in Anfertigung ist.

Für einfache, parallele Rillen oder Linienperforationen, insbesondere für das Vorrillen von Falzbrüchen, bedarf es keiner expliziten Zeichnung in der Druckvorlage, weil hierfür kein Werkzeug gebaut werden muss. Nur wenn die Linienposition nicht eindeutig durch das Falzschema klar ist, sollten Sie sie markieren – am besten auf gleiche Weise wie für den Werkzeugbau.

Die gebräuchlichen Darstellungsformen des FSC-Zeichens haben wir auf unserer Download-Seite für Sie bereitgestellt. Laden Sie das passende Archiv, je nach Zertifizierung, Seitenformat und gewünschter Sprache. Die Zertifizierung steht in unserer Produktbeschreibung. Bei einem Seitenformat bis DIN A5 oder begründetem Interesse an einer kleineren Darstellung, namentlich bei Briefbogen, können Sie die kompaktere Mini-Version verwenden. Andernfalls nehmen Sie bitte das standardmäßige Full-Label.

Jedes Archiv enthält acht zulässige Darstellungsformen. Farbliche Änderungen sind nicht gestattet. Bei einem Vierfarbdruck sollten Sie sich für eine grüne Version entscheiden, andernfalls für eine schwarze.

Platzieren Sie das Zeichen gerade, separat und gut lesbar. Wenn es auf einem Hintergrund steht, der die Lesbarkeit erschwert, heben Sie es mit einem Weißrand ab. Halten Sie auch Abstand zu anderen Inhalten, und zwar mindestens im Maße der Höhe der FSC-Initialen. Vermeiden Sie den Eindruck, der FSC hätte etwas mit dem Inhalt oder Zweck des Druckerzeugnisses zu tun. Beispielsweise dürfen Sie das Zeichen nicht gleichrangig in eine Sponsorenleiste stellen.

Beachten Sie die Minimalgröße des Siegels und skalieren Sie es nur proportional. Hier die Mindestmaße der Standardversion: Hochformat 17 mm breit, Querformat 12 mm hoch sein. Alternativ beim Mini-Label: Hochformat 11 mm breit, Querformat 8 mm hoch.

Wir müssen für die Abbildung des Zeichens eine Druckfreigabe durch den FSC einholen. Bei einem sehr engen Terminplan kann das kritisch werden, doch dafür gibt es eine Lösung: Senden Sie uns 1-2 Werktage vor dem Druckdaten-Termin erstmal nur die Seite mit dem FSC-Zeichen, z. B. das Impressum. Diese Seite muss grafisch fertig sein, kann aber bis zum Druckdaten-Termin noch beliebige Textaktualisierungen und Korrekturen erhalten.

Das Zeichen für den Klimaneutralen Druck wird für jede Produktion individuell generiert. Wir können es daher erst nach Auftragserteilung zur Verfügung stellen, wenn wir die Treibhausgasemission finalisieren und ein Klimaschutzprojekt wählen, dem die Kompensation dieser CO2-Menge zugute kommt. Selbst bei einem unveränderten Nachdruck müssen wir also ein neues Zertifikat erwerben und sollten daher auch das dazugehörige Label aktualisieren.

Die Kompensation wird durch unseren Provider ClimatePartner sofort unter einer eindeutigen Identifizierungsnummer (ID) veröffentlicht. Im gleichen Moment steht auch ein URL der Form www.climate-label.com/{ID} zur Verfügung, unter dem Sie das Klimaschutz-Zeichen für die Abbildung im Druckerzeugnis erzeugen und abrufen können. Diesen URL senden wir Ihnen per Email. Sie finden dort verschiedene Darstellungsoptionen, beispielsweise mit einem QR-Code, der direkt zum Kompensationsnachweis führt. Das Label darf frei skaliert und ohne weiteres, also ohne Freigabe durch uns oder ClimatePartner im Druckerzeugnis abgebildet werden.

Der Labelgenerator ist auf einem projektspezifischen URL zugänglich, den wir Ihnen zusenden.

Personalisierungsdaten senden Sie uns bitte als Excel- oder Excel-kompatible Datei. Dabei ist sehr wichtig, dass keine Zeilenumbrüche innerhalb von Zellen auftreten. Mehrzeilige Zellen führen zu Fehlern im folgenden Datenprozess. Sie lassen sich nur mit hohem Aufwand und manueller Kontrolle auflösen.

Adressfelder organisieren Sie daher bitte so, dass jeder harte Zeilenumbruch, beispielsweise zwischen Firma und Abteilung, durch eine separate Spalte abgebildet wird. Weiche Umbrüche in sehr langen Namen entstehen automatisch durch die Formatierung. Felder innerhalb einer Adresszeile, beispielsweise Postleitzahl und Ort, können Sie getrennt halten oder in eine Spalte zusammenfassen.

Enthält der Personalisierungsauftrag eine Anrede, benötigen wir entweder die ganze Formulierung oder die passenden Informationen in einzelnen Spalten, also z. B. akademischer Titel, Familienname und eine Geschlechtskennzeichnung.

Für einen Barcode oder QR-Code müssen Sie nur den zu kodierenden Inhalt in eine Spalte schreiben. Barcodes erzeugen wir einfach durch eine spezielle Schriftart, für QR-Codes haben wir einen Bildgenerator.

Im seltenen Fall einer Bild-Personalisierung liefern Sie alle Grafikdateien in einem flachen Verzeichnis sowie eine Referenzspalte in der Personalisierungstabelle, die die reinen Dateinamen enthält.

Für die fortlaufende Nummerierung benötigen wir natürlich keine Personalisierungstabelle, sondern nur die Angabe der Startnummer.

Die gewünschte Darstellung können Sie uns entweder durch Formatierungsanweisungen oder als ein von der eigentlichen Druckvorlage getrenntes Beispiel-Layout mitteilen.

Sie können Ihre Daten in beliebiger Größe per Email an daten@spreedruck.de senden.

Möglicherweise unterliegt Ihr Email-Ausgang einem Größenlimit. Dann empfehlen wir Ihnen den Versand über WeTransfer oder einen ähnlichen Dienst.

Natürlich folgen wir auch gern einem Link zum Download von Ihrem Server.

Sie haben noch weitere Fragen?
Konkrete Detailfragen beantwortet unser Druckvorstufen-Team gern telefonisch:
030.616 757-15